Was ist UMTS?

UMTS ist die Abkürzung für Universal Mobile Telecommunitcations System und mittlerweile eine weitläufig gebräuchliche Abkürzung, auch wenn viele nicht genau wisen, was sich dahinter verbirgt, außer dass es etwas mit dem Thema mobiles Internet zu tun hat. UMTS ist kurz gesagt ein neuer Standard, über den rund 15 Millionen Menschen in Deutschland mobilen Internetzugang über das Mobilfunknetz haben.

Der Standard existiert schon eine ganze Weile und geriet das erste Mal in die Schlagzeilen, als vor etwa einem Jahrzehnt die zum Betrieb benötigten Lizenzen versteigert wurden und die Bundesrepublik einen Milliardengewinn damit einfuhr. Anteile erhielten unter anderem E-Plus, T-Mobile und Vodafone mit dem Ziel, flächendeckend mobiles, aber gleichzeitig schnelles Internet anbieten zu können.

Heute, zehn Jahre später, ist das gelungen und UMTS ist zum Standard für mobiles Internet nicht nur am Laptop geworden. Auch Mobiltelefone, allen voran wohl das begehrte iPhone von Apple nutzen UMTS als Datenquelle für Karten, Videostreaming, Wetter- und Börsendaten sowie schnellen Zugriff auf eMails. Damit wurde es zum Allround-Kommunikationsmedium und ersetzt damit Computer, Spielgeräte oder MP3-Player. Diese neuen Alleskönner-Handys wurden dann zu sogennanten Smartphones.

Aber die Smartphones konnten und können nicht alle Aufgaben eines Computers übernehmen und ersetzen, dafür sind sie auch nicht gebaut. Wer eMails schreiben will oder sich längere Texte durchlesen möchte oder viele Anwendungen auf einmal nutzt, der greift immer noch auf einen Laptop zurück. Weil WLAN nicht überall verfügbar ist oder in Zügen oder Hotels astronomische Preise für nichteinmal gänzlich mobiles Internet verlangt werden, ist UMTS so erfolgreich geworden und hat diese Marktlücke gefüllt: UMTS-Nutzer haben die Freiheit praktisch überall Empfang zu haben und sind damit sowohl privat als auch geschäftlich immer flexibel ohne auf das mobile Internet verzichten zu müssen.

Hinzu kommt, dass UMTS nicht DSL-gebunden, sondern einen eigenen Internetzugang bietet. Das bedeutet, dass UMTS in Regionen, in denen kein DSL verfügbar ist, UMTS möglicherweise die einzige Chance auf einen schnellen Zugang zuzugreifen. Bei UMTS sind die Grenzen allerdings immer noch nicht erreicht und mit der bereits gängigen Weiterentwicklung des UMTS-Standards, HSDPA genannt, werden noch einmal höhere Geschwindigkeiten erzielt. Die Preise sind mittlerweile auch im bezahlbaren Rahmen und die Technik hat sich zum Massenprodukt entwickelt: Je nach Nutzungsverhalten können Kunden aus einem breiten Angebot wählen, von einer UMTS Flatrate bis zur Tagesflatrate.

Einziges Manko bei der Nutzungs von UMTS ist, dass die Nutzung im Ausland nach wie vor empfangstechnisch auf wackligen Beinen steht oder aber sehr schnell sehr teuer enden kann, weshalb man sich vorher beim eigenen Provider entsprechende Auslandstarif-Informationen einholen sollte. Wer einen längeren Aufenthalt plant, kann auch unbesorgt zu den dortigen Angeboten greifen, Surfsticks sind in ihrem Preis mittlerweile so gesunken, dass sie für jedermann erschwinglich geworden sind.

Um die diversen Tarife an einem Notebook nutzen zu können braucht es oft eine UMTS Expresscard. Da die meisten geräte kein UMTS-Modul integriert haben. Sollte kein Expresscard-Slot vorhanen sein kann man alternativ auch ein extrenes UMTS Modem verwenden. Weitere Infos findest du hier.